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[28 May 2004|10:08pm] |
die ersten worte, die ersten zeilen, der sinn dahinter wohl nicht einmal ich selbst habe darauf eine antwort.
mein leben eine irrfahrt die sich momentan im tiefsten canyon schlängelt. Perspektiven, Ziele alles dahin.
in meinem kopf findet sich seit tagen kein klarer gedanke, zu sehr wurde mein leben aufgewühlt.
Abi 2004 das Motto, doch nur für einen nicht - für mich Man steht da wie der letzte Versager, wie der letzte Idiot. Der bereits in der 12. Klasse eine Ehrenrunde einlegte und nun nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen wurde. Meine Motivation ist erschöpft, Ehrgeiz noch nie dagewesen. Die Zivildienststelle der Träume zerplatzt wie eine Seifenblase.
Der Weg führt für mich ein weiteres Jahr durch die steinigen Flure des Gymnasiums. Ich rede mir ein, es wird alles besser. Jetzt die letzte Chance am Schopfe packen, doch die Vergangenheit zeigt das die Euphorie von der Realität schnell verdrängt wird.
Und so bin ich verzweifelt - Kein Abiball, keine Abifahrt, neue Klassenkameraden, neue Lehrer, die Ungewissheit, die kommende Belastung immens groß - zu groß ? Bricht der Schüler, der momentan an diesen Zeilen schreibt zusammen weil es ihm einfach alles zu viel wird. Weil er sich einbildet das alles zu viel wird.
Alleine dieses hier zu schreiben löst in mir ein Gefühl der Befreiung, der Erleichterung, der Anteilnahme Anderer aus. Doch wer tatsächlich und ob überhaupt jemand meine Gedanken hier im virtuellen Tagebuch lesen wird ist fraglich.
Das Leben geht weiter - es muss. Der Sinn manchmal nicht mehr ersichtlich.
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